Sankt Marien Kevelaer

Mit Maria - 375 Jahre Wallfahrt Kevelaer

Fatimakapellenverein

Im Jahre 1960, in der Zeit des kalten Krieges zwischen Ost und West, wurde die Fatimakapelle in Kevelaer errichtet. Hier sollten Fatima-Freunde einen speziellen Ort finden für ihr stilles Gebet, gemäß dem Auftrag der Gottesmutter von Fatima, für die Bekehrung Russlands und für den Frieden in der Welt zu beten.

Maria Vonk, Wilhelmine Holtappels, Marlene Paeßens und Maria Grüntjens gehörten zu den ersten Mitgliedern der „Blauen Armee Mariens“ in Kevelaer, sammelten Spenden und beauftragten den Architekten Walter Toubartz und den Bauunternehmer Jan Willems mit dem Bau der Kapelle. Maria Vonk stellte einen Teil ihres Grundstückes an der Hubertusstraße/Ecke Nordstraße zur Verfügung.

In dieser Wegkapelle steht fest verankert auf einem Natursteinquader eine
120 cm hohe Holzstatue, die in Fatima nach dem Vorbild des originalen Gnadenbildes hergestellt worden ist. Der damalige Dechant Johannes Oomen sagte 1960 bei der Segnung: „Diese neue Kapelle soll uns Mahnung sein, immer wieder für den Frieden in der Welt zu beten“. Einige Jahrzehnte war es für Agnes Helmus, geb. Vonk, selbstverständlich, die Pflege der Kapelle und des Grundstücks zu übernehmen. Kerzen und Blumenschmuck fehlten in der kleinen Kapelle nie.

Am 12. Januar 2000 wurde die Fatimakapelle – erst 1997 renoviert – durch einen Verkehrsunfall so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden musste. Die Kosten für den Abbruch und Neubau waren jedoch durch eine Versicherung gedeckt. Der Twistedener Bauunternehmer Heinrich Jansen fand in einer holländischen Ziegelei die ungewöhnlich kleinen Klinker als Restposten und so konnte die Fatimakapelle in der gleichen Weise wieder aufgebaut werden. Andere, nicht beschädigte Altmaterialien, wie die runden Glassteine oder das zweiflügelige Eisentor, wurden wieder verwendet. Auch die Schmuckarbeiten innerhalb der Kapelle, darunter der alte Schriftzug: „Rosenkranzkönigin von Fatima, hilf der friedlosen Welt“, die an der Rückseite angebracht waren, wurden wieder originalgetreu ausgeführt.

Die Madonnenfigur fand während der Bauphase Asyl im Priesterhaus. Hier wurde sie gereinigt und renoviert. Anlässlich der jährlich stattfindenden Gebets- und Sühnenacht stand die Madonna während der Marienfeier am 24. Juni 2000 in der Kerzenkapelle, die mit über 1000 Rosen ausgeschmückt war. In einer feierlichen Lichterprozession trugen vier Männer aus der Nachbarschaft, gefolgt von den
Betern, die Madonna wieder zu ihrem ursprünglichen Platz in der Kapelle.
Pastor Richard Schulte Staade nahm anschließend die Einweihung der neu aufgebauten Kapelle vor.

Im Jahr 2009 zog die bisherige Besitzerin, Frau Agnes Helmus, in eine kleinere Wohnung. Damit auch künftig die Pflege der Kapelle und Anlage gewährleistet ist, schenkte sie dem neu gegründeten „Verein Fatima-Kapelle Kevelaer e.V.“ diese Kapelle. Die Gemeinnützigkeit des Vereins wurde vom Finanzamt anerkannt, somit können Spenden oder Beiträge (Jahresbeitrag: 20,00 €) steuerlich abgesetzt werden. Förderer und Mitglieder des Vereins können Einzelpersonen, Betriebe oder Nachbarschaften sein, die so für den Erhalt und die Pflege der Fatimakapelle sorgen.

Auskunft erteilt Ernst Koppers, Tel.: 02832/7579